Der Brotback-Ofen
Pizza geht auch!
Allerdings hatten wir nun viel zu wenig Holz genommen. Daher musste alles entsprechend länger im Ofen bleiben. Die Pizza schmeckte dann aber allen sehr gut! Auch das Weißbrot (und später Brötchen) brauchten recht lange.
Doch wie wusste schon Oma: "gut Ding ".
10. Februar 2026
Heute wollten wir’s wissen!
Und, was soll man sagen, für den ersten Versuch war es besser als gedacht (befürchtet?). Wir haben viel zu viel Holz genommen. Daher war es erst nach zwei Stunden soweit herunter gebrannt, dass wir die Glut verteilen konnten, um den Ofen gleichmäßig zu erhitzen (obwohl das bei den paar Broten nicht nötig gewesen wäre, aber wir wollten ja lernen).
Und dann dauerte es noch einml zwei Stunden, bis diese große Menge Glut soweit "verbraucht" war, das sie in den Aschekasten befördert und das Brot in den Ofen geschoben werden konnte.
Wir haben es erst einmal mit dem klassischen Teig der hiesigen Frauen versucht. Die Hitze war allerdings noch zu groß, so dass wir mit Verdampfen versuchten, die Kruste nicht allzu dunkel werden zu lassen. Das Ergebnis konnte sich dann sehen - und schmecken lassen. Auch die Frauen waren erstaunt, was es für einen Unterschied macht, das Brot im Blechkasten im heimischen Herd zu backen - oder hier lose: eine knusprige Kruste und ein toller Holzofen-Geschmack!
28. Januar 2026
Es bedurfte viel Kraft und Geschick, um dem 2,5 Tonnen schweren Ofen an seinen finalen Platz zu rücken. Und es bedufte ebenfalls Geschick, Teile so anzupassen, dass die einen größeren Abstand überbrückten, um den eigentlichen Schornstein am Dachüberstand vorbei zu führen.
Dann wurde die ganze Konstruktion nur noch aufgebockt, um darunter ein festes Fundament aus Beton gießen zu können.
Dezember 2025
Als der Container -wegen unterschiedlicher geopolitischer Gründe- erst am Nikolaustag in Dar es Salaam ankam und -wegen nicht allzu großer Fähigkeiten des lokalen Vertreter- am 22.Dezember aus der Hafenstadt abfuhr, hofften wir auf eine schnelle Entladung.
Leider war auch das nicht so einfach: Der Trucker (also der Mensch, der mit seinem Lkw den Container nach Bulongwa transportieren sollte, fand die Wege zwischen Makete und Bulongwa für seine Fähigkeiten (oder die seines Fahrzeuges) für ungeeignet.
Nach langen (unangenehmen) Diskussionen ließen wir uns schlussendlich darauf ein, den Container in Makete zu entladen - direkt am Straßenrand. Weihnachten! Was bei den meisten Dingen auch gut klappte dank der unermütlichen Einsatzbereitschaft der Helfer.
Doch es ergab sich eine neue Schwierigkeit. Wegen einer riesigen Beule, die von außen dem Container "zugefügt" wurde auf der Seereise, konnte der Ofen nicht aus seinem engen Stauplatz gezogen werden. Also suchten -und fanden am Sonntag, 28.12.- einen Mann, der helfen konnte. Erst dann wurde der Ofen entladen und nach Lupila gefahren.
September 2025
Und erst ein Jahr später wurde der Ofen in einen Container gepackt.
August 2024
Kurz vor Abreise nach Tansania kam dann doch noch das Okay vom Insolvenzverwalter, dass die Klinik (fast komplett!) nach Tansania verladen werden darf.
Also besorgten wir einen Wagen, luden -mit der Hilfe des Gabelstaplers von Landhandel Harder in der Pinneberger Straße- alles, sicherten die Ladung mit von Lüchau kostenfrei zur Verfügung gestellten Spanngurten und fuhren los.
In Ballenstedt musste ein Radlader organisiert werden, was viel Zeit kostete. Doch dann wurde der Ofen und zahlreiches Zubehör im Foyer der ehemaligen Lungenklinik eingelagert. Diese soll, nach Abschluss des Insolvenzverfahrens zur neuen Heimat der Diakonie mit ihren über 2.000 Mitarbeitern werden. Das Klinik-Equipment soll dem Krankenhaus in Bulongwa zur Verfügung gestellt werden. Das Tansania-Team und die Diakonie Neinstedt werden den Transport kooperativ organisieren.
Der Wedeler Bäcker Stephan Liebig fragte eines Tages, ob wir einen Backofen, mit Holz zu beheizen und für die Produktion von ca. 30 Broten in Tansania brauchen könnten. Nach Rücksprache mit unseren Freunden vor Ort kam ein deutliches "JA". Bisher werde Brot in Njombe gekauft, mit diesem Ofen könnte vor Ort in Lupila ein neues Business geschaffen werden.


































