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Tansania Team

Verein der Freunde und Förderer kirchlicher Arbeit in Holm e.V.
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Tel.: 0179 / 68 77 880
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Ludilu in Tansania | Lurup

Kirchturm in Ludilu
Kirchturm in Ludilu

2019 - Einweihung des Kirchturms

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2018 - Grundsteinlgung des Kirchturms

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Der Ort liegt in unmittelbarer von Lupila, dem Sitz der Kirchen­kreis­verwaltung. Die evangelische Gemeinde ist der Motor für Dorfentwicklung: Wasser- und Stromversorgung, Berufsschule. Waisenheim, Altenkaten, diakonische Betreuung von Waisen und anderen Hilfsbedürftigen. Partner der Gemeinde ist die Auferstehungsgemeinde Hamburg-Lurup.

Die meisten Bewohner sind jedoch Katholiken. Die Hauptkirche für alle umliegenden katholischen Gemeinden wurde hier 1961 auf einem Berg errichtet. Es ist eine wunderschöne Kirche mit einem hohen Kirchturm. Partner ist die katholische Gemeinde Heilige Familie in Hamburg Langenhorn.

Beide Dörfer Ludilu und Lupila liegen in den Living­stone­bergen im Süden Tansanias in 1.550 bis 2500 Metern Höhe. Am Tage ist es warm und in der Nacht kalt. In den Monaten Juni bis August kann es zu Bodenfrost kommen. In der jährlichen Regenzeit (November - März) fallen ca. 1.374 L/qm.

Brennholz wird für Kochen, Beleuchtung und Heizen benötigt. Gekocht wird auf dem Drei-Steine-Herd. Die Bodenerosion war weit fortgeschritten, mittlerweile ist die Bedeutung von Aufforstung allen bewusst. Das Holz der schnell wachsenden Pinien ist ein beliebtes Exportgut und bringt den Bewohnern Geldeinkünfte. Es gibt mittlerweile etliche Baumpflanzprogramme.

Die Menschen leben von Subsistenz-Landwirtschaft. Eine Terrassierung der an Abhängen gelegenen Felder erfolgt nicht. Die Bewirtschaftung der Felder erfolgt mit der Hacke. Fruchtfolge wird meist nicht angewendet und es stehen keine Dünger zur Verfügung. Kunstdünger ist teuer und da die Viehwirtschaft ist nur schwach ausgeprägt, ist natürlicher Dünger kaum vorhanden. Wegen der ausschließlichen Nutzung einheimischer Samen sinkt die Qualität der Erträge. Doch langsam entwickelt sich Handel, wird jedoch durch das schlechte Straßennetz erschwert. Viehwirtschaft hat in den letzten Jahren etwas zugenommen. Neben Meerschweinen und Hühnern haben immer mehr Haushalte auch Schafe und Ziegen.

Im durchschnittlicher Haushalt leben vier bis sechs Mitglieder, besser Ausgebildete haben meist nur noch zwei Kinder. Es gibt doppelt so viele Frauen wie Männer, u.a. weil Männer häufiger an Aids sterben. Zudem ziehen viele junge Männer zum Arbeiten in die Stadt. 58% der Menschen sind hinsichtlich lebensnotwendiger Bedürfnisse von anderen abhängig: (Halb-) Waisen, gebrechliche alte Menschen, Behinderte und chronisch Kranke. Etliche leiden an Unterernährung. In den Schulen erhalten die Kinder mittags eine einfache Mahlzeit.
S. Kurzewitz